Türkischer Kaffee Zubereitung

Für eine Tasse echten türkischen Kaffee benötigt man eine Tasse Wasser, einen Teelöffel Zucker und einen stark gehäuften Teelöffel Mokkapulver. Letzteres sollte äußerst fein gemahlen sein, noch wesentlich feiner als beispielsweise Espressopulver. Außerdem ist auf das richtige Handwerkszeug zu achten: Der kleine bauchige Topf mit dem langen Stiel heißt Cezve (sprich: „Dscheswe“) oder Ibrik und sorgt mit seiner speziellen Form dafür, dass der Kaffee optimal erhitzt wird.

Das Wasser wird im Ibrik langsam und vorsichtig erwärmt, wobei man es gut im Auge behalten sollte. Sobald sich die ersten feinen Bläschen am Boden des Topfes bilden, wird der Zucker hinzugefügt. Dies sollte einen hörbaren Unterschied im Kochvorgang erzeugen. Als nächstes kommt das Mokkapulver hinzu. Mit einem kleinen Löffel oder, besser, einem kleinen Quirl sorgt man dafür, dass das Pulver nicht mehr auf der Wasseroberfläche schwimmt.

Nun gilt es, den Kaffee mehrmals so hoch kochen zu lassen, dass der sich bildende Schaum beinahe aus dem Topf quillt. Auch hier ist deshalb Aufmerksamkeit gefragt: der Ibrik muss jedes Mal im richtigen Moment vom Herd genommen werden. Festzustellen, wann genau dieser eingetreten ist, erfordert Fingerspitzengefühl und vor allem Erfahrung. Wenn man hier zu zaghaft vorgeht, wird der Mokka eher fad und wenig aromatisch schmecken. Im Gegenzug darf man es aber auch nicht übertreiben. Ein überkochender Ibrik sorgt nicht nur für eine verschmutzte Herdplatte, man läuft auch Gefahr, es später mit einem verbrannten und somit ungenießbaren Mokka zu tun zu haben.

Nachdem der Sud also etwa drei Mal beinahe übergekocht und dann wieder in sich zusammengefallen ist, kann man damit beginnen, ihn auf die Tassen zu verteilen. Um den erwünschten Schaum auf dem Kaffee zu erzeugen, wird der Ibrik beim Einschenken wiederholt hochgehoben und abgesenkt. Mit dem letzten Schluck Kaffee im Topf spült man die Reste des Mokkapulvers hinaus. Damit sich der Kaffeesatz am Boden der Tassen absetzen kann, sollte man den Mokka nicht sofort im Anschluss konsumieren, sondern eine Weile warten. Kenner genießen ihren Mokka in kleinen Schlucken und in aller Ruhe, bis nur noch der Kaffeesatz in der Tasse übrig ist, den man, wenn man mag, auf eine Untertasse stürzen und interpretieren kann.