Schwarzer Tee
Herkunft des schwarzen Tees
Schwarzer Tee, auch als Schwarztee oder in Ostasien auch als roter Tee benannt, bezeichnet eine bestimmte Art der Teeherstellung. Hierbei werden - im Vergleich zum grünen Tee- die Teeblätter fermentiert (das bedeutet, ein biologisches Material wird mit Hilfe von Pilz- oder Bakterienkulturen oder aber durch die Beigabe von Enzymen umgesetzt). Der Unterschied zum grünen Tee besteht, außer in der Zubereitung, noch in seinen Inhaltsstoffen, in der Wirkung und natürlich in seinem Geschmack.
Zubereitung des schwarzen Tees:
Schwarztee lässt sich auf auf verschiedene Art und Weise servieren. Zum einen wird er natürlich in einer Kanne oder Tasse mit kochendem Wasser aufgebrüht. Je nachdem ob, Sie einen Teebeutel oder loses Blattwerk verwenden müssen Sie natürlich auf die Mengenangaben auf der Verpackung achten. Gewöhnlich verwendet man einen Beutel Schwarztee auf eine Tasse und drei Beute für eine Kanne Tee. Nach etwa 5 bis 7 Minuten können Sie den Teebeutel entfernen. Dabei ist ein kurz gebrühter Tee stärker als ein länger gebrühter Tee. Der Tee nimmt lediglich an Geschmacksintensität zu je länger er brüht. Schwarztee kann gezuckert serviert werden. Je nach Geschmack trinkt man ihn ohne Zusatz oder kann natürlich einen Schuss Milch oder Zitrone beigeben.
Herstellung von schwarzem Tee:
Die frisch gepflückten Teeblätter werden zum Welken in gut belüfteten Weidenkörben gelagert, später werden sie gerollt, damit die Zellwände aufbrechen und die ätherischen Öle freigesetzt werden. Bei einer konstanten, feuchtwarmen Temperatur von 30° C entsteht bei der Fermentation der typische Geschmack. Um diesen zu erhalten, werden die Blätter im Anschluss bei 85° C ca. 20 min getrocknet.
Geschichte des schwarzen Tees:
Lange Zeit importierte Holland grünen Tee aus China. Auch die Briten fanden Gefallen daran und stiegen in den Teehandel mit den Chinesen ein. Sie pflanzten schließlich Teeplantagen in den britischen Kolonien ( Indien, Sri Lanka und Afrika) an. Hier wurde, im Vergleich zum grünen Tee der Chinesen, überwiegend Schwarzer Tee produziert, um sich auf der einen Seite von China zu differenzieren, aber auch wegen des europäischen Geschmacks. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts gelangte diese Teesorte auch nach Deutschland. Die Trinkgewohnheiten unterscheiden sich von Land zu Land, dennoch wird heute in der westlichen Welt eher Schwarzer Tee bevorzugt.
Die afrikanischen und südamerikanischen Länder, Indien und Ceylon stellen hauptsächlich Schwarzen Tee her. Im Gegensatz zu China und Japan, die ausschließlich grünen Tee herstellen. Die bekanntesten Teesorten sind:
- Assam: Das tropisch feuchte Klima in Assam, ein nordöstlicher Bundesstaat in Indien, ist besonders gut für Teeanbau geeignet. Darum gibt es hier auch das größte Teeanbaugebiet der Welt.
- Darjeeling: Die Teepflanzen wachsen hier an den Ausläufern des Himalaya in mildem, subtropischen Klima. Wegen der Hanglage in 800 -2000 Metern Höhe, ist der Anbau sehr schwierig.
- Sri Lanka: Sri Lanka ist ist der viertgrößte Teeproduzent von dessen Ertrag der Großteil exportiert wird. Der sogenannte Ceylon- Tee schmeckt sehr stark und wächst in Höhen von 1500- 2200 Metern.