Kaffeesorten

Welche Arten von Kaffee gibt es - worauf ist beim Kauf zu achten?
Bereits im 19. Jahrhundert begeisterte das Kultgetränk die gut betuchten Herrschaften auf der ganzen Welt. Später trat der Kaffee seinen Siegeszug auch in den bürgerlichen Stuben an. Seit damals ist dieses Heißgetränk in unserer heutigen Leistungs- und Genussgesellschaft kaum wegzudenken. Doch was hat diese kleine Bohne so berühmt gemacht, dreht sich etwa alles um die aufputschende Wirkung, ohne die so mancher Aktenstapel bis heute unbearbeitet blieb? Oder geht es einfach um den leicht bitter-süßen Geschmack, der den Gaumen zu verwöhnen weiß?

Da jeder Kaffeetrinker einen eigenen und einzigartigen Geschmack besitzt, wird wohl die Sortenvielfalt der Kaffeebohne maßgeblich zum Weltruhm beigetragen haben. Doch das ist meistens auch das größte Problem, oftmals ist nicht ganz klar, welcher Kaffee sich hinter den gut klingenden Bezeichnungen wie "Deluxe, Krönung oder Prodomo" verbirgt. Auf der gesamten Welt gibt es zwar über 90 verschiedene Kaffeebohnensorten, trotzdem haben sich nur zwei Kaffeebohnen durchgesetzt. Deshalb sind die meisten Kaffeeprodukte auch aus der Arabica- oder Robusta-Bohne.

Der Arabica-Kaffee ist durch die historische Entwicklung weit bekannter als der Robusta-Kaffee, ebenso stammen die meisten edlen Kaffeesorten von dieser Bohne ab. Die besondere Vielfalt aus Aromen, die bei der Röstung entstehen, haben vor allem für den guten Ruf der Kaffeebohnen „Costa Rica, La Esperanza, Jamaica, Volcanica, Blue Mountain, Kona und Kopi Luwak“ gesorgt. Arabica-Kaffees schmecken meist besonders leicht und mild, mit einem bestimmten säuerlichen Geschmack. Oft tritt auch ein feiner Nachgeschmack ein, der mit Karamell zu vergleichen wäre.

Im Gegenzug sind die meisten Robusta Kaffeesorten koffeinhaltiger und weniger säuerlich im Geschmack. Besonders geschätzt ist der Robusta-Kaffee bei italienischen Mischungen, bei dem die "Crema" Entwicklung besonders wichtig ist. Da aber die Robusta Sorten auch unangenehme Geschmacksnoten nach Leder oder Holz entwickeln können, werden Sie meist mit Arabica-Sorten gemischt.

Besonders reizvoll bei Kaffeemischungen ist die Kombination aus verschiedenen Aromen, die eine Bohnensorte in dieser Form nicht zu bieten hat. Dadurch können schwächere Geschmacksnuancen durch dominierende überlagert werden. Da der Geschmack genauso wie bei Wein von Jahr zu Jahr schwangt, muss der Kaffee auch sehr oft gemischt werden, damit über Jahre die gleiche Geschmacksnote wahrgenommen werden kann.