Herrlich flüssige Schokolade
Heiße, flüssige Schokolade ist die Königsdisziplin der Chocolatier-Kunst und gar nicht so einfach selbst zu machen. Dabei gilt auch hier, wie leider so oft: Was gut schmecken soll, braucht ordentlich Kalorien. Dazu noch geschlagene Sahne und fertig ist das göttlichste aller Heißgetränke.
Schokogetränk und Schokolade im Getränk
Längst sind Kakao und heiße Schokolade genauso vielseitig geworden wie Kaffee. Neben verschiedenen Sorten wie weißer, schwarzer oder normaler Schokolade gibt es auch Mischungen, wie zum Beispiel einen Schoko-Cappucino. Ein guter Getränkeautomat in der Firma bietet nicht nur schlichten Kakao, sondern auch all seine Variationen an: Heiße Schokolade gibt es mit aufgeschäumter Milch, mit Sahne, mit Vanillegeschmack oder in Kombination mit einer Kaffeespezialität. In Cafés ist die heiße Schokolade nach Kaffee und Tee das wichtigste und meist verkaufte Heißgetränk und neuerdings bieten die überall aufkommenden Chocolaterien hauseigene Mischungen an, die man auch zu Hause selbst anrühren kann. Dabei befindet sich ein Schokoladenblock am Stiel, den man in heißer Milch auflösen soll und damit ein Getränk erhält, das wirklich nah an reiner flüssiger Schokolade ist. Im Gegensatz zu den kleinen Tütchen mit Instantpulver aus dem Supermarkt, die man unter Zugabe von kochendem Wasser in eine heiße Schokolade verwandeln kann, ist der Genuss hier regelrecht dekadent. Der Nährwert kommt dabei wahrscheinlich dem einer ganzen Tafel Schokolade gleich.
Hochprozentiges aus Kakao
Früher kochte man heiße Schokolade selbst auf dem heimischen Herd. Die Zutaten, die man dazu benötigte, waren überschaubar: Reiner Kakao, Milch und Zucker. Die Milch wurde erhitzt und der Kakao und der Zucker zu gleichen Teilen unter Rühren hinzugefügt. Heraus kam ein starkes Gebräu, das zwar einen hohen Kakao-, aber auch einen genauso hohen Zuckeranteil hatte. Vorteil gegenüber der Instant-Kakaopulver, die es in kindgerechten Verpackungen fertig zu kaufen gibt und die auch mindestens zur Hälfte aus Zucker bestehen, war, dass man das Kakao-Zuckerverhältnis noch nach eigenem Gusto verändern konnte und wusste "was drin ist". In den Instantpulvern ist außer reichlich Zucker (meist Traubenzucker) nämlich noch mehr enthalten, was einen vom wahren Schokoladengeschmack weiter entfernt. Neben Aromen wie Vanille und künstlichen Schokoladenaromen befinden sich meist noch Milchpulver, Emulgatoren und Stabilisatoren oder sogar Salz in den Pülverchen. Doch dank der Renaissance hochprozentiger Schokolade hat sich auch in der Produktpalette der Schokogetränke viel verändert. So bekommt man selbst in der Sparte „Instant“ inzwischen Produkte von Herstellern, die mit einem hohen Kakaoanteil werben, die auf Zusatzstoffe verzichten, die keine künstlichen Aromen hinzufügen und die vor allem den Zuckeranteil gesenkt haben. So wird der Genuss des Geschmacks von "Schokolade pur" wieder in den Vordergrund gerückt und genau so soll es schließlich auch sein.